Die Semperoper in Dresden: kein Opernhaus wie jedes andere

Sie ist eines der berühmtesten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum. Die Semperoper Dresden ist über die Landesgrenzen hinaus für ihre Architektur und Historie bekannt. Eines ist bei diesem Prunkbau offensichtlich: insbesondere der Blick ins Detail unterstreicht die Besonderheiten dieses Gebäudes.

Statuen vermitteln eine besondere Botschaft

Der Außenbereich der Dresdner Semperoper wird von Statuen namhafter Persönlichkeiten verziert. Beispielsweise ist der Eingangsbereich mit Statuen von Friedrich Schiller sowie Johann Wolfgang von Goethe geschmückt. Diese Artefakte der ersten Semperoper haben eine besondere Botschaft: bei Darbietungen in der Semperoper liegt das Hauptaugenmerk stets auf dem gesprochenen Wort. An der Fassade wurden zudem Statuen von Shakespeare, Euripides oder anderen Berühmtheiten der Weltgeschichte verewigt. Besonderes Hauptaugenmerk liegt auf der über dem Portal befindlichen halbrunden Exedra. Auf dieser Exedra sind mehrere Grazien zwischen Apollon und Marsyas dargestellt. Zudem wird der Außenbereich der Semperoper von einer Panther-Quadriga verziert.

Ein Zuschauerraum und ein außergewöhnlicher Vorhang

Die prunkvoll verzierten Ränge des Zuschauerraums ziehen die Blicke auf sich. Dennoch ist es vor allem die Akustik, welche die Semperoper Dresden auszeichnet. Der 17x12 Meter große Vorhang ist eine Augenweide, auf dem zahlreiche berühmte Künstler abgebildet sind. Von Mozart und Beethoven über Richard Wagner bis hin zu Lessing oder Goethe – diese und weitere Persönlichkeiten erhalten auf dem Vorhang einen Platz für die Ewigkeit. Besucher der Semperoper Dresden können entweder an einer Veranstaltung teilnehmen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Oper auf einer Führung ins Visier zu nehmen. Diese Führungen geben interessante Einblicke in die Historie und Geheimnisse des Opernhauses.

Der historische Wandel

Der Spielort der Sächsischen Staatsoper Dresden ist in Sachsen mit einer langen Tradition verbunden. Es ist der Initiative des Architekten Gottfried Semper zu verdanken, dass das königliche Hoftheater im Jahr 1841 durch Semper ins Leben gerufen wurde. Von Beginn an machte sich das Hoftheater als eine der schönsten Theaterbauten Deutschlands einen Namen. Allerdings brannte das Theater im September 1869 komplett aus. Der Bau des zweiten königlichen Hoftheaters startete nur zwei Jahre später. Obwohl Gottfried Semper auch diesen Bau entwarf, wurde das Projekt von dessen Sohn Manfred Semper geleitet. Durch die Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs war auch dieses Theater dem Verfall geweiht. Nachdem der erneute Wiederaufbau 1977 begann, zelebrierte die Semperoper ihre Wiederöffnung in der Mitte der 1980er Jahre – mit einer Aufführung von Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz". Diese Oper wurde ganz bewusst ausgewählt. Dieses Musikstück war die letzte Oper, die vor der Schließung des Opernhauses 1944 aufgeführt wurde.

  • Anschrift: Semperoper Dresden, Theaterplatz 2, 01067 Dresden
  • Telefon: 0351/4911718, 0351/4911705
  • Mail: bestellung@semperoper.de
  • Internet: www.semperoper.de
  • Öffnungszeiten: Tageskasse Montag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag 10-17 Uhr (Januar bis März 10-13 Uhr), Sonn- und Feiertage 10-13 Uhr; Einzel- und Gruppenreservierungen Montag bis Freitag 10-18 Uhr; Führungen werden ohne Voranmeldung vor Ort gebucht
  • Eintrittspreise: abhängig von Veranstaltung; Führungen Erwachsene 10 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familie 25 Euro
  • Anfahrt: Straßenbahn 4, 8 und 9 bis Haltestelle "Theaterplatz"