Das Residenzschloss Dresden: ein architektonischer Juwel im Herzen der Stadt

Es gibt nur wenige Prachtbauten, die die Geschichte Sachsens so eindrucksvoll präsentieren wie das Residenzschloss Dresden. Durch Umbauten und Erneuerungen wurde das Schloss den jeweiligen Vorstellungen aktuell regierender Herrscher angepasst. Und dennoch sind bis heute die Überreste des spätromanischen Burghofs sichtbar.

Anfänge gehen auf das 13. Jahrhundert zurück

Die zuerst im Besitz des Markgrafen zu Meißen stehende Burganlage wurde 1289 auf einem Schriftstück verewigt. Ende des 14. Jahrhunderts ließ der Wettiner Markgraf Wilhelm I. die Burg zu einem Schloss umbauen. Zu dieser Zeit wurde ebenfalls die architektonische Grundlage für den heutigen Hausmannsturm gelegt. Allerdings wurde der Turm erst 1676 mit der Turmspitze verziert. Im Laufe der Jahrhunderte folgten weitere Neuerungen wie ein Ausbau zur geschlossenen vierflügeligen Anlage oder der Einbau des Georgentors. Die 800-Jahr-Feier um 1900 galt als Anlass, dem Prunkbau seine Optik im Stil der Renaissance zu verleihen. Nur wenige Jahre später wurde das Residenzschloss Dresden durch Bombardierungen im Februar 1945 dem Erdboden gleichgemacht.

Museen des Residenzschlosses

Ab der Mitte der 1980er Jahre wurde das Residenzschloss Dresden schrittweise neu aufgebaut. Dennoch ist das heutige Schloss nicht mit dem Original vergleichbar. Einige Elemente wie Giebel und Fassaden ähneln dem Erscheinungsbild der 1550er Jahre. Die Straßenfassade ist hingegen im Neorenaissance-Stil konzipiert. Heute ist das Residenzschloss Dresden als Sitz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bekannt. Auf dem Schlossgelände befinden sich beispielsweise die Sammlungen des  Grünen Gewölbes und des Kupferstichkabinetts. In der Schatzkammer erblicken Besucher beispielsweise die Kostbarkeiten von Kurfürst August dem Starken. Neben dem Historischen Grünen Gewölbe und Neuen Grünen Gewölbe ist die Türckische Cammer im Residenzschloss Dresden untergebracht. Weiterhin erhalten Besucher des Residenzschlosses die Gelegenheit, die Rüstkammer oder das Münzkabinett in Augenschein zu nehmen. Der zum Schloss gehörige Hausmannsturm steht interessierten Besuchern für eine Besteigung offen.

Die Englische Treppe als Hauptzugang

Seit einigen Jahren ist die zum Residenzschloss Dresden gehörige Englische Treppe wieder begehbar. Heute wird der Treppenbau als Hauptzugang zu allen Museen der Staatlichen Kunstsammlungen genutzt.

  • Anschrift: Residenzschloss Dresden, Taschenberg 2, 01067 Dresden
  • Telefon: 0351/49142000
  • Mail: besucherservice@skd.museum
  • Internet: www.skd.museum/besuch/residenzschloss/
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10-18 Uhr; Öffnungzeiten Schlossturm April bis Oktober 10-18 Uhr
  • Eintrittspreise: Residenzschloss Erwachsene 12 Euro, ermäßigt 9 Euro; Turmbesteigung Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder bis sechs Jahre frei
  • Anfahrt: Straßen 4, 8 und 9 bis Haltestelle "Theaterplatz"; nächstes Parkhaus befindet sich am Marktplatz

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