Die Kreuzkirche Dresden: die evangelische Hauptkirche der Stadt

Die am Altmarkt gelegene Kreuzkirche ist die evangelische Hauptkirche Dresdens. Das Gotteshaus bricht Rekorde. Mit über 3.000 Sitzplätzen ist der Sakralbau zugleich der größte sächsische Kirchbau. Doch das Gotteshaus ist noch mehr und hat sich als Zentrum evangelischer Kirchenmusik in Dresden etabliert. Der weltberühmte Dresdner Kreuzchor und Kreuzorganist bilden seit dem Mittelalter das kirchenmusikalische Zentrum Dresdens. Der als Lateinschule gegründete Kreuzchor ist heute über sieben Jahrhunderte alt. Dennoch wurde die Tradition der liturgischen Knabengesänge bis heute bewahrt – dank des Einflusses der Kreuzkirche. Vor allem in der Weihnachtszeit zieht der Knabenchor die Besucher durch seinen Gesang in den Bann. Zudem stellen sich die Sänger dem internationalen Publikum.

 

Kreuzkirche in Dresden

Fantastische Aussichten vom Kirchturm

Ein architektonisches Highlight des Gotteshauses ist der 94 Meter hohe Turm. Dieser Aussichtspunkt bietet Besuchern die Möglichkeit, einen Blick auf die Stadt zu werfen. Weitere äußerliche Details des zweigeschossigen Baus sind die Schlagglocken, die sich an der Turmspitze befinden. Der Blickfang des barock anmutenden Innenraums ist der Altar mit einem Altarbild, das die "Kreuzigung Christi" darstellt. Weitere Highlights wie ein Kruzifix aus Bronze oder ein Alabasterrelief der "Grablegung Christi" verweisen auf den kulturellen Reichtum des Gotteshauses.

Veranstaltungen unterschiedlicher Art

Heute finden in der Kreuzkirche Dresden regelmäßig lutherische Gottesdienste statt, die häufig mit dem Dresdner Kreuzchor gestaltet werden. Weiterhin ist der Veranstaltungskalender der Kirche prall mit Terminen für Ökumenische Friedensgebete, Orgelzyklen oder besondere Events wie Zirkusprojekte gefüllt.

Die Vergangenheit der Kreuzkirche Dresden

Die Geschichte der heutigen Prediktkirche des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Sachsen geht auf den Beginn des 13. Jahrhunderts zurück. Bereits um 1206 befand sich am damaligen Standort der heutigen Kreuzkirche eine Kapelle, auf der einige Jahre später die romanische Basilika "Nikolaikirche" erbaut wurde. Nachdem das Gotteshaus im Jahr 1388 als Kreuzkirche neu geweiht wurde, brannte der Kirchbau über die Jahrhunderte hinweg mehrfach aus. Ein Schicksalsjahr war 1539, als das Gotteshaus als Schauplatz des ersten lutherischen Gottesdientes in Dresden zur evangelischen Hauptkirche der Stadt avancierte. Das bisher letzte schicksalsträchtige Ereignis war die Zerstörung der Kirche durch die Bombardierung im Jahre 1945. Schnell wurde der Innenraum wieder auferbaut, dessen schlichter Charakter die schwierige Vergangenheit der Kirche symbolisieren soll.

  • Anschrift: Kreuzkirche Dresden, An der Kreuzkirche 6, 01067 Dresden
  • Telefon: 0351/4393920
  • Mail: info@kreuzkirche-dresden.de
  • Internet: www.kreuzkirche-dresden.de
  • Öffnungszeiten: Besichtigungen sind außerhalb von Konzerten und Gottesdiensten möglich; Montag bis Samstag 10-18 Uhr, Sonntag ab 12 Uhr
  • Eintrittspreise: Tickets für Turmbesichtigung (Erwachsene 2,50 Euro, Kinder 1 Euro, Familien 5 Euro)
  • Anfahrt: Straßenbahn 1, 2 bis Haltestelle "Altmarkt", Straßenbahn 8, 9 und 11 bis Haltestelle "Prager Straße"