Der Goldene Reiter: das bekannteste Denkmal der Stadt

Erhaben schwingt sich August der Starke auf sein goldenes Pferd. Da steht er, mitten in der der Dresdner Neustadt, der Goldene Reiter. Diese Sehenswürdigkeit zeigt August den Starken – sächsischer Kurfürst und polnischer König in einer Person. Als Goldener Reiter in Dresden wird der einstige Herrscher als römischer Imperator dargestellt, der in Sandalen und ein Panzerhemd gekleidet ist. Auf einem in die Höhe schnellenden Lipizianerhengst hält August der Starke in der rechten Hand eine Schriftrolle. Mit dieser Geste unterstreicht der einstige Herrscher sein Bestreben, als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zu fungieren. Zugleich ehrt das Denkmal die Bemühungen des Kurfürsten, den in den 1680er Jahre abgebrannten Stadtteil Altendresden wieder aufzubauen.

Mehrere Künstler wirkten an der Erbauung des Denkmals mit

Das Denkmal Goldener Reiter Dresden ist ein Meisterwerk des Kanonenschmieds Ludwig Wiedemann. Dieser aus Augsburg stammende Künstler kreierte den Goldenen Reiter in den 1730er Jahren aus Kupfer. Die Entwürfe der feuervergoldeten Attraktion basieren auf den Entwürfen des Hofbildhauers Joseph Vinache aus Frankreich. Der Sockel ist ein Werk des französischen Architekten Zacharias Longuelune. Eigentlich sollte das im November 1736 enthüllte Denkmal auf der Augustusbrücke positioniert werden. Doch aufgrund des hohen Gewichts wurde ein Standortwechsel angestrebt.

Der Goldene Reiter überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschadet

Anno 1884 wurde der Architekturtheoretiker Constantin Lipsius beauftragt, Restaurierungsmaßnahmen am Goldenen Reiter durchzuführen. Es dauerte etwa ein Jahr, bis auch der Sockel im Zuge der Restaurierung gestaltet wurde. Seitdem trägt dieser Teil des Denkmals eine lateinische Inschrift. Aus Sicherheitsgründen wurde der Goldene Reiter zum Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Pillnitzer Felsstollen positioniert. In den 1950ern folgten weitere Restaurierungsarbeiten, für die neues Blattgold eingesetzt wurde. Pünktlich zur 750-jährigen Feier der Stadt Dresden wurde der golden glänzende Reiter der Öffentlichkeit präsentiert. Das Wahrzeichen Dresdens dient heute als Qualitätssiegel des Dresdner Christstollens. Zudem trägt ein beim Filmfest Dresden verliehener Preis den Titel "Goldener Reiter".

Ein Blickfang an der Hauptstraße

Das am Beginn der Hauptstraße gelegene Denkmal befindet sich heute an einer der populärsten Fußgängerzonen der Elbmetropole. An den Goldenen Reiter schließt sich eine Flaniermeile an, die von Sandsteinfiguren und Platanen gesäumt ist. Dieser Straßenzug sollte einst als neue Magistrale des Kurfürsten dienen. Auf dieser Straße wollte August der Starke seine Untergebenen begrüßen, wenn er in die Stadt zurückkehrte.

  • Anschrift: Goldener Reiter, Hauptstraße 38, 01097 Dresden
  • Öffnungszeiten: frei zugängliches Denkmal
  • Anfahrt: Straßenbahn 4 und 9 bis Haltestelle "Neustädter Markt"; Straßenbahn 3, 6, 7, 8 und 11 bis Haltestelle "Albertplatz"