Die Elbschlösser Dresden: Prunkbauten am Ufer der Elbe

Schiffsfahrten auf der Elbe in Dresden offenbaren zahlreiche Schätze. Dennoch stechen die Elbschlösser Dresden – auch als drei Albrechtsschlösser bekannt – besonders hervor. Rund drei Kilometer von der Dresdner Innenstadt entfernt, sind die architektonischen Meisterwerke zwischen dem Dinglingers Weinberg sowie dem Wasserwerk Saloppe zu Hause. Und jedes dieser Schlösser ist noch schöner als das andere.

Der historische Wandel des Schlosses Albrechtsberg

Den Anfang macht das Schloss Albrechtsberg. Das Palais im preußisch-klassizistischen Stil trägt die architektonische Handschrift des Schinkelschülers Alfred Lohse. Die zum Kastell gehörige Parkanlage ist ein Werk von Gartenbaumeister Eduard Neide. Zum Schloss Albrechtsberg gehört ein römisches Bad, das über ein im Hofgarten gelegenes Viadukt erreicht wird. Regelmäßig werden auf dem Schloss Trauungen, Lesungen oder Konzerte veranstaltet. Seit vielen Jahren ist die Parkanlage außerdem für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Räumlichkeiten verzaubern mit Attraktionen wie einem im maurisch-orientalischen Stil errichteten Türkischen Bad oder dem Kronensaal. Seinen Namen verdankt das Schloss dem Bruders des deutschen Kaisers Wilhelm I. Dieser Bruder – der preußische Prinz Albert – residierte in den 1850er Jahren in dem Domizil.

 

Schloss Albrechtsberg

 

Das Lingerschloss und Schloss Eckberg

Das nach dem Dresdner Unternehmer Karl August Lingner benannte Lingnerschloss ist die goldene Mitte der Elbschlösser Dresden. In den 1850er Jahren von Prinz Albrecht von Preußen errichtet, besticht dieser Palast ebenfalls durch seinen klassizistischen Stil. In der zum Schloss gehörigen Parkanlage befindet sich bis heute ein Mausoleum, in dem Karl August Linger 1921 beigesetzt wurde. Noch zu Lebzeiten vererbte Linger das Schloss per Testament an die Stadt Dresden – unter einer bestimmten Auflage: vor Ort sollte ein Restaurant mit den niedrigsten Getränkepreisen der Region eröffnet werden. Diese Auflage wird bis heute eingehalten – mit Preisen für alkoholfreie Getränke von 75 Cent. Das Schloss Eckberg ist das letzte Palais im Bunde. Von 1859 bis 1861 als Fabrikantenvilla eines Großkaufmanns erbaut, begeistert die Villa mit einer Mischung aus Stilelementen der Gotik und Renaissance. Insbesondere die rechteckigen Türme sind schon aus weiter Ferne ersichtlich. Heute wurde die Schlossanlage zum Luxushotel umfunktioniert.

 

Schloss Eckberg

 

Schloss Albrechtsberg

  • Anschrift: Schloss Albrechtsberg, Bautzner Straße 130, 01099 Dresden
  • Telefon: 0351/811580 (Zentrale), 0351/8115821 (Veranstaltungsbüro)
  • Mail: info@schloss-albrechtsberg.de
  • Internet: www.schloss-albrechtsberg.de
  • Öffnungszeiten: der Park ist stets geöffnet; Besichtigung des Schlosses nach vorheriger Anmeldung
  • Eintrittspreise: kostenfrei für einfache Besichtigung; Gruppenführung 90 Euro
  • Anfahrt: Straßenbahn 11 in Richtung Bühlau bis Haltestelle "Elbschlösser"; Parkplätze vor dem Schlosstor

Lingnerschloss

  • Anschrift: Lingnerschloss, Bautzner Straße 132, 01099 Dresden
  • Telefon: 0351/6465382
  • Mail: info@lingnerschloss.de
  • Internet: www.lingnerschloss.de
  • Öffnungszeiten: April bis Oktober Schlossführungen Mittwoch 15 Uhr und an jedem ersten Samstag des Monats um 14 Uhr
  • Eintrittspreise: abhängig von Veranstaltungen
  • Anfahrt: Straßenbahn 11 in Richtung Bühlau bis Haltestelle "Elbschlösser"; Parkplätze auf Parkgelände des Lingnerschlosses

Schloss Eckberg

  • Anschrift: Schloss Eckberg, Bautzner Straße 134, 01099 Dresden
  • Telefon: 0351/80990
  • Mail: info@schloss-eckberg.de
  • Internet: www.schloss-eckberg.de
  • Öffnungszeiten: das Schloss (heutiges Luxushotel) steht nicht für öffentliche Besichtigungen bereit
  • Anfahrt: Straßenbahn 11 in Richtung Bühlau bis Haltestelle "Elbschlösser"

Bildrechte: schloss-albrechtsberg.jpg © Christoph Münch