Die Brühlsche Terrasse in Dresden: der vermutlich schönste Aussichtspunkt der Stadt

Es ist schon etwas Besonderes, über die Brühlsche Terrasse Dresden zu flanieren. Dieses als "Balkon Europas" bezeichnete Ausflugsziel könnte treffender nicht benannt werden. Der 500 Meter lange am Fluss gelegene Abschnitt vereint eine Vielzahl historischer Bauten. In exponierter Lage befindet sich die Brühlsche Terrasse auf einem einstigen Festungswall zwischen der August- und Carolabrücke.

Ein Spaziergang: Auge in Auge zur Elbe

Die Brühlsche Terrasse ist ein ideales Ausflugsziel für einen Spaziergang oder ein Picknick vis-a-vis zur Elbe. Mit der malerischen Kulisse der Dresdner Altstadt im Hintergrund, lässt sich die Verschnaufpause auf diesem Balkon der etwas anderen Art bestens genießen. Obwohl die Brühlsche Terrasse noch nicht einmal einen halben Kilometer lang ist, befinden sich mehrere Sehenswürdigkeiten an diesem Aussichtspunkt. Ein Glanzpunkt ist das Sächsische Ständehaus, in dem bis 1933 der Sächsische Landtag ansässig gewesen ist. Heute ist in dem Bauwerk des Architekten Paul Wallot – dem kreativen Kopf hinter dem Berliner Reichstag – das Oberlandesgericht Dresden ansässig. Hinter dem markanten Kupferdach sticht die Sekundogenitur hervor. Die einstige Bibliothek ist heute Teil des Hotels Hilton Dresden.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf der Brühlschen Terrasse

Dass die Kunstakademie ebenfalls den Namen "Luipsius Bau" trägt, hat einen einfachen Grund. Diese Bezeichnung erinnert an den Namen des Architekten, der das Gebäude des Sitzes der Hochschule für Bildende Künste in Dresden entwarf. Heute hinterlässt die Fassade nicht nur dank der dekorierten Fassade einen bleibenden Eindruck. Ebenso faszinierend ist der Anblick der großen Glaskuppel, unter der regelmäßig neue Ausstellungen durchgeführt werden. Der Brühlsche Garten schließt nahtlos an die Brühlschen Terrassen an. Der einstige Lustgarten ist auf der alten Jungfernbastion zu Hause. In diesem Lustgarten befinden sich bis heute zwei Sphinxfiguren und ein Delfinbrunnen. Mehrere Denkmäler und Büsten dienen als Erinnerung an großartige Architekten und Künstler. Beispielsweise erinnert das Denkmal für Gottfried Semper an den Erbauer der Semperoper. Neben einer Büste des Bildhauers Ernst Rietschel lässt das Denkmal für Caspar David Friedrich diesen Künstler aufleben. Dieser Maler der deutschen Frühromantik ging mit Werken wie "Zwei Männer in Betrachtung des Mondes" in die Geschichte ein.

Blick in die Geschichtsbücher

Die Brühlsche Terrasse entstand im 18. Jahrhundert auf dem Festungswall des Grafen von Brühl. Nachdem die Terrasse ab 1814 für die Öffentlichkeit zugänglich gewesen ist, wurde die große Freitreppe zum Schlossplatz als Zugang zur Terrasse angelegt. Erst ab 1860 wurde die unterhalb der Brühlschen Terrasse befindliche Straße errichtet, die parallel zur Elbe verläuft.

  • Anschrift: Brühlsche Terrassen 1, 01067 Dresden
  • Anfahrt: Straßenbahn 4, 8 und 9 bis Haltestelle "Theaterplatz"
  • Öffnungszeiten und Eintrittspreise: Die Terrasse ist frei zugänglich. Es besteht kein barrierefreier Zugang.