Verkehrsmuseum in Dresden

Sonderausstellung Dresden - Brest

 

Das Verkehrsmuseum Dresden zählt zu den bedeutendsten Museen für Verkehr in Deutschland und ist eine Hauptattraktion der Stadt Dresden. Es befindet sich im beeindruckenden Johanneum-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert am Neumarkt in Dresden.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum im Jahr 1952 wiederaufgebaut. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Ausstellungen eröffnet, bis schließlich in den Jahren 1970/72 alle Ausstellungsbereiche komplett waren. Seitdem wurden kontinuierlich neue Themen und Sonderausstellungen hinzugefügt.

Die Sammlung des Verkehrsmuseums umfasst mehr als 3.000 Exponate, die die Geschichte des Verkehrs von der Antike bis zur Gegenwart veranschaulichen. Sie beinhaltet verschiedene Verkehrsmittel wie Autos, Motorräder, Fahrräder, Schiffe, Flugzeuge und Züge. Besonders beeindruckend sind die originalgetreuen Nachbildungen historischer Fahrzeuge, darunter das erste Auto der Welt, der Benz Patent-Motorwagen von 1886, und das erste Flugzeug der Gebrüder Wright.

Das Museum bietet zudem interaktive Ausstellungen, die den Besuchern die Möglichkeit geben, die Geschichte des Verkehrs hautnah zu erleben. Dauerausstellungen zu den Themen Straßenverkehr, Schienenverkehr, Schifffahrt, Luftfahrt und Modelleisenbahn gewähren faszinierende Einblicke in die Verkehrsgeschichte des Landes. Ergänzt wird das Programm durch thematische Sonderausstellungen.

Ausstellung „Dresden – Brest: Das Bild der Stadt und seine (Re-)Konstruktion“

Das Projekt "RES URBANAE – Perspektiven auf Städte im Wiederaufbau", das von der Europäischen Union unterstützt wird, setzt sich mit dem aktuellen Baugeschehen in zwei Städten auseinander: Brest und Dresden. Beide Städte haben Gemeinsamkeiten in ihrer Geschichte, da sie während des Zweiten Weltkriegs durch Bombenangriffe zerstört wurden und danach in völlig neuer Form und nach eigenen zeitlichen Vorgaben wieder aufgebaut wurden. Das Projekt wirft einen bisher einzigartigen Blick auf die Stadtgeschichte, insbesondere auf die des Wiederaufbaus, vor dem Hintergrund einer Welt, die sowohl von Veränderung als auch von der Widerstandsfähigkeit der Städte geprägt ist. Es zielt darauf ab, zu untersuchen, wie die Zerstörung des Stadtraums kreative Ansätze – sei es architektonisch, städtebaulich oder künstlerisch – hervorgebracht hat. Darüber hinaus wird beobachtet, welche Rolle die Bilder- und Vorstellungswelt bei der (Re-)Konstruktion der städtischen Identität spielt.

In dieser Sonderausstellung wird anhand der vergleichenden Geschichten von Brest (Frankreich) und Dresden (Deutschland) erforscht, wie städtische Bild- und Vorstellungswelten konstruiert und rekonstruiert werden. Brest, eine mittelgroße Stadt, steht im Kontrast zu Dresden, das eine halbe Million Einwohner hat. Obwohl sie historisch unterschiedlich waren – Brest als dem Meer zugewandte Militärbasis und Dresden als barockes Juwel Sachsens – verband sie das gemeinsame Schicksal der fast vollständigen Zerstörung während der Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs.

Seitdem stehen beide Städte vor der Herausforderung des Wiederaufbaus, wobei ihre unterschiedliche Vergangenheit und geopolitische Situation während des Kalten Krieges zu verschiedenen Wiederaufbaukonzepten und -zeiträumen führten. In dieser Ausstellung werden die Entwicklungen der beiden Städte über drei Jahrhunderte hinweg verglichen, um Konvergenzen in den Unterschieden und Divergenzen in den Ähnlichkeiten zu finden. Jede Stadt prägt ein bestimmtes Bild von sich selbst durch Bauwerke, Zerstörungen und Wiederaufbauten. Realisierte Projekte und unverwirklichte Träume werden ebenso verglichen wie das Konzept der Utopie, das spannende Ideen und Handlungsansätze hervorbringt.

Aufgrund ihrer Unterschiede laden Brest und Dresden, zwei Städte mit starken Identitäten, dazu ein, über die Vielfalt europäischer Städte nachzudenken. Diese sehen sich heute denselben politischen, kulturellen und ökologischen Herausforderungen gegenüber und können aufgrund ihrer historischen und gegenwärtigen Besonderheiten vielfältige Antworten darauf finden. Die Ausstellung möchte jeden Besucher dazu anregen, in diesen Überlegungen ein Echo seiner eigenen Stadt zu finden und zu erkennen, wie sie Lösungen für die Probleme findet, die unsere gemeinsame europäische Geschichte durchziehen. Die Ausstellung findet vom 16. Dezember 2023 bis zum 25. Februar 2024 statt.

Übrigens: Die Abfahrtsstelle der Roten Doppeldecker Dresden befindet sich ganz in der Nähe des Verkehrsmuseums in Dresden. Ein Besuch lässt sich hervorragend mit einer live moderierten Stadtrundfahrt in Dresden verbinden.

kulturellen und ökologischen Heraus­for­de­rungen konfrontiert sind und aufgrund ihrer historischen und gegenwärtigen Besonder­heiten vielfältige Antworten darauf finden können. Wir wünschen uns, dass jeder Besucher in diesen Überle­gungen ein Echo seiner eigenen Stadt findet, und der Art, wie sie Lösungen für die Probleme findet, die unsere gemeinsame europäische Geschichte durchziehen. Termin: 16.12.2023 – 25.02.2024

Übrigens: Die Abfahrtsstelle der Roten Doppeldecker Dresden befindet sich ganz in der Nähe des Verkehrsmuseums in Dresden. Ein Besuch lässt sich hervorragend mit einer live moderierten Stadtrundfahrt in Dresden verbinden.

 

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